Unterschiedliche Prüfmethoden: Ergebnisse sind nicht miteinander vergleichbar

Um Lichtschutzpräparate wie Sonnencremes beurteilen zu können, dient der Lichtschutzfaktor (LSF). Dieser gibt an, wie lange ein Mensch sich mit dem jeweiligen Sonnenschutzmittel der Sonne - im Hinblick auf die Hautrötungsschwelle - aussetzen kann. Nicht verwechselt werden darf dieser LSF mit dem UV-Schutzfaktor bei Stoffen wie zum Beispiel beim Sonnenschutz von Kinderwagen. 

Bei Stoffen bzw. Textilien wird der Sonnenschutz über den UPF-Wert kenntlich gemacht

Hierbei wird - lediglich in Anlehnung an den LSF - bei Stoffen respektive Textilien grundsätzlich die so bezeichneten USF (UV-Schutzfaktor) oder UPF (Ultraviolet Protection Factor) angegeben. In der Regel erfolgen hier die Tests respektive die Berechnungen gemäß des Neuseeländischen Standards AS/NZS 4399:1996. Die entsprechende Skala reicht diesbezüglich von null bis zum Maximalwert 50+. Wenn ein entsprechender weißer Stoff oder Bezug aus Baumwolle dabei zum Beispiel einen UPF-Wert von 15 aufweist, bedeutet dies, dass das Material rund 80 Prozent der Sonnenstrahlen reflektiert. Bei dem Maximalwert UPF 50+ beträgt die Reflektionsrate etwa 98 Prozent.

Allerdings muss hier beachtet werden, dass der Schutz gegenüber der entsprechenden UV-Strahlung sowohl bei nassen oder eng anliegenden Stoffen als auch bei einem gedehnten Zustand der jeweiligen Textilie reduziert ist. Zudem ist die Bewertung des tatsächlichen Schutzes vor der UV-Strahlung weltweit nicht einheitlich möglich. So ist der diesbezügliche neuseeländische Standard bereits erfüllt, wenn ein UPF-Wert, der größer als 15 ist, errechnet wird. Dagegen ist der Europäische Standard (EN 13758-1999) erst ab dem Wert UPF 40 erfüllt.

Unterschiedliche Prüfmethoden: Ergebnisse sind nicht miteinander vergleichbar 

Zahlreiche Unternehmen lassen ihre entsprechenden Produkte sowohl hausintern als auch von renommierten Prüfinstituten testen. Schliesslich sind Stoffe wahrlich prädestiniert, um einen explizit guten Schutz vor einer allzu intensiven Sonneneinstrahlung bieten zu können. Interessant ist dabei, dass bei diesbezüglichen Berechnungen oftmals - bei der vorausgesetzten Nutzung geeigneter Materialien - weitaus höhere UV-Schutzfaktoren als bei den aktuell stärksten Sonnencremes erreicht werden. In der Regel kommt dabei eben der neuseeländische Standard zum Einsatz.

Zudem existiert auch noch der so bezeichnete UV Standard 801 nach Hohenstein, wobei dieser Test auch die speziellen Anforderungen berücksichtigt, denen ein Stoff bei direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Im Gegensatz zur europäischen, neuseeländischen und auch amerikanischen (AATCC 183 - 2000) Prüfmethodewerden beim UV Standard 801 Aspekte wie Alterung des Materials, Feuchtigkeit oder zum Beispiel Dehnung des Textils berücksichtigt. Durch diese Voraussetzungen wird der entsprechende Lichtschutzfaktor von Stoffen mitunter drastisch reduziert. Dies spiegelt sich dann auch beim ausgewiesenen UPF-Wert wider. 
Aber aufgepasst: Die Skala des UV Standard 801 reicht bis zu einem UPF von 80, während beim neuseeländischen Standard der Maximalwert bei UPF 50+ liegt. Durch diese unterschiedliche Skalierung können die Werte der verschiedenen Prüfmethoden nicht miteinander verglichen werden. Es existiert diesbezüglich keine einheitliche Wertung. Zudem gibt es neben diesen Standards auch noch zahlreiche weitere interne Auszeichnungen in Bezug auf den Sonnenschutz bei Stoffen bzw. Textilien wie zum Beispiel T-Shirts. 

Trends for Kids testet bei jedem Model den Sonnenschutz und den Anteil von Chemikalien 

Bei den entsprechenden Prüfungen des Sonnenschutzes der Kinderwagen von Trends for Kids nach neuseeländischem Standard werden insgesamt 60 Prozent der UVA- und UVB-Strahlen reflektiert. Ein höherer Anteil ist nicht möglich, da ansonsten der Sonnenschutz nicht mehr transparent wäre. Gemäß der Prüfungen weist der Carbony-Stoff der Modelle X4, Buggster, Twinner und Joggster III/Twist sowie sämtliche Wannen einen Wert von UPF 50+ auf, während der Nylon Stoff beim DOT,  Joggster Lite und Joggster Lite Twist als UPF 15 klassifiziert worden ist. Neben den Sonnenschutzklassen testet Trends for Kids die eigene Kollektion aber auch auf den Anteil der Schwermetalle, Weichmacher, Kohlenwasserstoffe oder Farbstoffe; zudem wird die Entflammbarkeit der Stoffe und die Schweißechtheit der Kunststoffe eingehend kontrolliert.

Bei allen Schutzmaßnahmen seitens der Händler und Hersteller von Kinderwagen-Modellen, mit einem stimmigen Sonnenschutz den Nachwuchs vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen, sollte trotzdem stets darauf geachtet werden, dass der Wagen und somit das Kind nicht über einen längeren Zeitraum in der prallen Sonne ausharren muss.